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Ruth Meyer spricht vor Publikum

Gefährlich schlau: Wie KI das Handwerk verändert

LMS und HWK starten Kooperation mit praxisnaher Auftaktveranstaltung

Saarbrücken, 29. April 2026: Wie verändert Künstliche Intelligenz das Handwerk – und wie kann sie sinnvoll genutzt werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Veranstaltung „Gefährlich schlau – Wie KI das Handwerk verändert und wie wir sie nutzen können“, zu der die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) gemeinsam mit der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) eingeladen hatte.

Zahlreiche Teilnehmende aus Handwerk und Praxis nutzten die Gelegenheit, sich über konkrete Anwendungen, Chancen und Herausforderungen von KI im beruflichen Alltag zu informieren und auszutauschen.

KI verändert Medien, Kommunikation und Arbeitsprozesse

In ihrem Impuls machte LMS-Direktorin Ruth Meyer deutlich, dass Künstliche Intelligenz nicht nur Arbeitsprozesse verändert, sondern auch Auswirkungen auf Medien, Öffentlichkeit und Meinungsvielfalt hat. KI-basierte Systeme beeinflussen zunehmend, welche Inhalte sichtbar werden, wie Informationen verarbeitet werden und wie öffentliche Diskurse entstehen.

Dabei benannte sie zentrale Herausforderungen wie den Verlust von Vertrauen in Informationen, die Fragmentierung von Öffentlichkeit sowie Risiken für die Vielfalt von Meinungen. Gleichzeitig betonte sie die Notwendigkeit, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten und einzuordnen.

Konkrete Anwendungen im Arbeitsalltag

Im anschließenden Fachdialog zeigten Karin Bickelmann und Holger Gier anhand konkreter Beispiele, wie KI bereits heute im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann. Dazu zählen unter anderem die Erstellung von Texten für Werbung oder Kommunikatio, die Generierung von Bildern, Videos und Audioinhalten, Unterstützung bei Recherche und Zusammenfassungen sowie Übersetzungen und mehrsprachige Kommunikation.
Gleichzeitig wurden auch die Grenzen und Risiken thematisiert, etwa fehlerhafte oder verzerrte Ergebnisse, sogenannte „Halluzinationen“, sowie Fragen des Datenschutzes und der digitalen Souveränität. Der verantwortungsvolle Umgang mit KI erfordert also Wissen über ihre Funktionsweise und eine kritische Einordnung der Ergebnisse.

Praxis aus dem Handwerk

Mit seinem Beitrag „Best Practice KI im Handwerk“ gab Artur Hermann von der HWK Einblicke in konkrete Anwendungsbeispiele aus der betrieblichen Praxis und zeigte auf, wie digitale Werkzeuge bereits heute sinnvoll im Handwerk eingesetzt werden können.

Anregender Austausch

Im Anschluss an die Fachbeiträge nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum Austausch. Dabei wurde deutlich, dass die praktischen Einblicke und Beispiele neue Perspektiven eröffnet haben: Mehrere Teilnehmende äußerten, überrascht zu sein, wie leistungsfähig KI-Anwendungen bereits heute sind. Andere berichteten, dass sie nach ersten eher zurückhaltenden Erfahrungen nun erneut prüfen wollen, welche Tools für ihre Arbeit sinnvoll einsetzbar sind.

Kooperation mit Perspektive

Mit der Veranstaltung ist der Auftakt für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen LMS und HWK gelungen. Ziel der Kooperation ist es, die Medien- und Digitalkompetenz im saarländischen Handwerk weiter zu stärken und praxisnahe Angebote zu entwickeln, die Betriebe im Umgang mit KI unterstützen.

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